Kirche Santa Maria
Ursprünglich nach alter Tradition 500 Schritte vom Zentrum entfernt gelegen, wurde die Chiesa di Santa Maria samt dem angrenzenden Kloster nach dem Erdbeben von 1693 wiederaufgebaut. Hinter dem schlichten einschiffigen Grundriss verbirgt sich eine wahre Schatztruhe sakraler Kunst.
Ursprünglich nach alter Tradition 500 Schritte vom Zentrum entfernt gelegen, wurde die Chiesa di Santa Maria samt dem angrenzenden Kloster nach dem Erdbeben von 1693 wiederaufgebaut. Hinter dem schlichten einschiffigen Grundriss verbirgt sich eine wahre Schatztruhe sakraler Kunst.
Die Kirche beherbergt zwei außergewöhnliche Kostbarkeiten:
Das hölzerne Kruzifix (1633): Ein Werk von Fra Umile di Petralia. Die lokale Tradition besagt, dass sich der Gesichtsausdruck Christi je nach Blickwinkel verändert – ein für den sizilianischen Barock typisches Zusammenspiel von Licht, Schatten und Glauben.
Santa Maria La Bianca: Eine lebensgroße, prachtvoll vergoldete Marmorstatue, die stilistisch dem 15. Jahrhundert (Gagini-Schule) zugeschrieben wird.
Einer faszinierenden Legende nach wurde die Statue auf freiem Feld von Bauern verschiedener Gemeinden gefunden. Um ihren Standort zu bestimmen, überließ man die Entscheidung dem Schicksal: Man lud das Bildnis auf einen von Ochsen gezogenen Karren. Die Tiere lenkten den Wagen instinktiv genau an jenen Ort, an dem die Kirche noch heute steht.









