Das Anapo-Tal

Der Fluss Anapo, vom griechischen Wort für „unsichtbar“, entspringt in 990 Metern Höhe an den Guffari-Quellen auf dem Monte Lauro und legt 40 km zurück, wobei er spektakuläre Canyons, die sogenannten „Cave“, in den Stein gräbt.

Der Fluss Anapo, vom griechischen Wort für „unsichtbar“, entspringt in 990 Metern Höhe an den Guffari-Quellen auf dem Monte Lauro und legt 40 km zurück, wobei er spektakuläre Canyons, die sogenannten „Cave“, in den Stein gräbt. In Millionen von Jahren haben Erosion und die tektonischen Bewegungen der afrikanischen Platte vertikale Wände und gewundene Mäander geformt und faszinierende Wildlandschaften geschaffen, die einen außergewöhnlichen Kontrast zur Agrarlandschaft des Plateaus bilden. Der Fluss, der das ganze Jahr über führt, durchquert miozäne geologische Formationen (Ragusa-Formation), von blaugrauen Kalkmergeln aus Palazzolo Acreide (Tellaro-Formation) bis hin zu mächtigen Kalk-Mergel-Bänken, die reich an Mikrofauna und Meeresfossilien sind. Entlang seines Laufs verschmilzt Natur mit Geschichte: Nachdem der Anapo die Dampflokomotiven der alten Bahnstrecke Syrakus-Vizzini gespeist hat, streift er die Nekropole von Pantalica – ein majestätischer prähistorischer Bienenstock aus tausenden Gräbern – sowie stimmungsvolle Karsthöhlen mit Stalaktiten wie die „Grotta dei Pipistrelli“. Die geologische Reise gipfelt südöstlich von Sortino und endet im Porto Grande von Syrakus, wo der Anapo auf den Fluss Ciane und seine seltenen, wild wachsenden Papyrusstauden trifft.

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